Dürfen Gottesanbeterinnen Sex haben? „NotGames“ sind anders!

Das Verschwörhaus lädt am 29. November 2019 um 20 Uhr sehr herzlich ein, mit dem Ulmer Lyriker Marco Kerler innovative „NotGames“ zu entdecken. Und zwar als Text-Adventure: das Publikum entscheidet, wie der Abend ablaufen wird.

Marco Kerler teilt an diesem Abend seine Erfahrungen mit Videospielen, von denen man nicht im Ansatz geglaubt hätte, dass es sie geben könnte: Spiele von fliegenden Bergen, trauernden Eltern oder der Frage, ob Gottesanbeterinnen Sex haben sollten. Einige der vorgestellten Spiele können vor Ort angespielt werden.

Darüber hinaus ist es Marco wichtig, Computerspiele als Kunstform zu begreifen, in der man sich auch selber kreativ ausdrücken kann. Videospiele müssen keine Grafikblender sein, sondern können aus simplen Text oder groben Pixeln bestehen. Dazu wird er den Ansatz von Anna Anthropy und verschiedene Spieleeditoren vorstellen, mit denen jeder seine eigenen Computerspiele entwerfen kann.

Freitag, 29. November 2019, 20.00 Uhr im Verschwörhaus

Eintritt: auf freiwilliger Spendenbasis

Anspielbare Spiele:

(Foto: BagoGames, CC by 2.0, Screenshot aus That Dragon, Cancer) 

„Wie gut kennst du deine Stadt?“ – Lab-Workshop im Rahmen des Festivals contre le racisme

Online-Lab-Workshop gegen Rassismus und Kolonialismus

Die Black-Lives-Matter-Proteste haben auch unsere Wahrnehmung von Rassismus im Alltag geschärft. Immer wieder fallen uns jetzt rassistische
Bezeichnungen oder koloniale Überreste auf. Wir wollen uns in unserem Online-Workshop am 19. Juli von 14-17.30 Uhr damit beschäftigen, wo sich Kolonialgeschichte, Rassismus oder Militarismus in unserer Ulmer Umgebung, etwa in Straßennamen oder Denkmälern findet. Außerdem geht es darum, diese auch für andere sichtbar zu machen und Hintergründe zu erklären.

Finde rassistische und militaristische Straßennamen in Ulm mit open source

Dazu haben wir großartige Werkzeuge: Software, Daten und freies Wissen
im Internet!  Wir schauen uns online an, wo wir ein komplettes Straßenverzeichnis finden, wie man das verarbeiten und
durch weitere Informationen ergänzen kann. Am Ende des Workshops soll ein Stadtplan auf Basis von OpenStreetMap-Daten stehen, auf dem die Geschichte von Ulmer Straßennamen sichtbar wird: Welche sind problematisch, welche sind wirkliche Vorbilder? Dazu verwenden wir vor allem freie Online-Tools.

In Zusammenarbeit mit dem Festival contre le racisme

Wir freuen uns euch unseren Lab-Workshop im Rahmen des Ulmer Festivals contre le racisme anbieten zu können. Der Workshop ist kostenlos und für alle Interessierten ab 14 Jahren. Seit ihr jünger und möchtet unbedingt mit am Start sein? Da wir auch die (Kolonial-)Geschichte einzelner Straßen oder Denkmäler im Internet recherchieren, sollten insbesondere jüngere Teilnehmende mit ihren Eltern vorab besprechen, ob sie sich das zutrauen oder vielleicht Unterstützung bei der Recherche benötigen.

Voraussetzungen:

Um mitzumachen braucht ihr einen Computer und Internet. Außerdem wäre ein Headset super. Tablet oder Smartphone reichen leider nicht aus, weil wir wirklich mit Daten arbeiten und auch ein bisschen programmieren wollen. Keine Sorge: Programmier-Vorkenntnisse braucht ihr keine, nur mit eurem Computer solltet ihr umgehen können.

Anmeldung:

Du bist am dabei? Cool! Schreib einfach eine Mail ans Jugend hackt Lab mit deinem Namen, danach bekommts du von uns einen Einladungslink in den virtuellen Seminarraum in BigBlueButton.

Kostenloser Lab-Workshop, für alle ab 14. Jahren: Sonntag, 19. Juli 2020, um 14.00 bis 17.30

 

„Feminismus in die Köpfe schreiben“: Lab-Talk mit Svenja Gräfen

Wir freuen uns, dass Svenja Gräfen am 10. Oktober 2020 um 11 Uhr ins Lab kommt mit einem Talk zum Thema „Feminismus in die Köpfe schreiben“. Svenja spricht bei uns zu Themen der gendergerechten Sprache und zum Sexismus in der Literatur und im Internet.  Anschließend gibt es eine offene Diskussionrunde. Getränke und Eintritt ist wie immer kostenlos. Nicht verpassen 🙂

Svenja Gräfen, geboren 1990, schreibt Prosa. 2018 wurde sie zum Klagenfurter Literaturkurs eingeladen und war Alfred-Döblin-Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin. 2019 ist sie Stipendiatin des Stuttgarter Schriftstellerhauses. Sie studierte Kultur- und Medienbildung mit den Schwerpunkten Theater, Literatur, Film und Digitale Medien. 2014 war sie Produzentin, Autorin und Regisseurin des Kurzfilms DONNERSTAG, der u.a. im Rahmen des Festival des deutschen Films 2015 präsentiert wurde. 2017 erschien ihr Debütroman DAS RAUSCHEN IN UNSEREN KÖPFEN bei Ullstein fünf. 2019 folgte ebenda ihr zweiter Roman FREIRAUM. Weitere Veröffentlichungen u.a. in der Anthologie FLEXEN: FLÂNEUSEN* SCHREIBEN STÄDTE (Verbrecher Verlag, 2019).

 

Datenpoesie mit Jörg Piringer

Das Verschwörhaus und die vh Ulm laden im Rahmen der Bundesweiten Aktionstage Netzpolitik und Demokratie ein: Der Wiener Codepoet und Informatiker Jörg Piringer greift kritisch auf die immense digitale Datenspeicherung zurück und transformiert sie performativ in „datenpoesie“: manchmal als Techno-Poem ein andermal als visuelle Cyberpoesie. Sein Werk unterstreicht die Dringlichkeit einer kritisch-kreativen Auseinandersetzung mit Big Data und geschlossenen Quellcodes. Als Voreiter einer neuen kunst-digitalen Avantgarde tritt er erstmals mit seiner audio-visuellen Poesie vor Ulmer Publikum auf. Drinks und digitale Beats gibt es im Anschluss.

Eintritt 8€ / ermäßigt 6€.

Freitag, 15. November 2019, 20.00 Uhr

Afterparty im Anschluss

Poster gerne ausdrucken und teilen 🙂

https://www.facebook.com/events/2096311654006603/

Abschlusspräsentation von Jugend hackt im Haus der Gewerkschaften

Dieses Jahr ist es wieder soweit: Das Jugend hackt Event findet vom 1. November bis zum 3. November ein weiteres Mal im Verschwörhaus statt. Das diesjährige Motto lautet „Mit Code die Um:Welt verbessern“. Ca. 50 Jugendliche von 12 bis 18 Jahre, sowohl aus Ulm, dem Ulmer Umland und dem bundesdeutschen Raum treffen sich ein Wochenende lang, und entwickeln ihre eigenen Projekte. Unterstütz werden sie dabei von ehrenamtlichen Mentor*innen.

Wir laden Sie ganz herzlich zur Abschlusspräsentation der Projekte am 3. November 2019 um 13.00 Uhr ins Haus der Gewerkschaften ein.

 

Kulturnacht im Verschwörhaus: Let’s play to save the world 🎮 und Generative Art von Bleeptrack (Förderpreis Junge Ulmer Kunst 2019)

Kann man mit Games die Welt verbessern? Ja, kann man! Im Verschwörhaus gibt es Spiele zum Anschauen und Ausprobieren, die Jugendliche von 12-18 Jahren in einem Jugend hackt Game Jam programmiert und designet haben. Daneben gibt es Generative Art von bleeptrack zum Mitnehmen. Sabine Wieluch aka bleeptrack erhält den diesjährigen Preis Junge Ulmer Kunst 2019

www.bleeptrack.de.

 
Eintrittspreise Kulturnacht:
Erwachsene 10 EUR
ermäßigt 8 EUR
Veranstalterkasse im Verschwörhaus von 16h bis 0.00h

 

Stolpersteinmapping am 23. Mai

Stolperstein Neu-Ulm Anna Wolff

Am Mittwoch, dem 23. Mai 2018 ab 19:00 Uhr wollen wir die Liste der Stolpersteine in Ulm und Neu-Ulm vervollständigen, Fotos anfertigen und Orte in den Wikipedia-Listen, OpenStreetMap und Wikidata eintragen.
Die beiden Listen für Ulm und Neu-Ulm sind schon sehr gut gepflegt und weisen glücklicherweise nur noch ein paar Lücken auf.

Beginn ist um 19:00 Uhr vor dem Stadthaus, ab 20:00 können dann die gesammelten Daten und Fotos bei Getränken gemütlich im Verschwörhaus hochgeladen und diskutiert werden.

Anmeldung und weitere Infos unter https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Ulm_Neu-Ulm/MappingStolpersteine

Am 18.1.: Feinstaub-LoRa-Freifunk-Spezialabend!

Termin verpasst? Am Mittwoch, dem 15. März bauen wir gemeinsam die Sensoren zusammen! Unten steht, wie Du an die Einzelteile kommst!

Seit dem Wikidata-Workshop im Dezember hängt bei uns eine Feinstaub-Messstation am Fenster und übermittelt Messwerte, die dann auf einer Karte auftauchen. Eine selbstgebaute Messstation, wohlgemerkt, die unter 30 EUR gekostet hat und in Windeseile selbst aufgebaut war.

Möglich ist das durch das Stuttgarter Open Knowledge Lab, das luftdaten.info als Citizen-Science-Projekt ins Leben gerufen hat. Um dieses Projekt auch nach Ulm zu bringen, wird am Mittwoch, dem 18. Januar ab 18:30 Uhr Frank Riedel vom Stuttgarter Lab einen Einführungsvortrag halten. Danach können Interessierte die notwendigen Teile sammelbestellen, damit wir auch in Ulm künftig gemeinsam Sensoren aufbauen können. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wer möchte, darf sich aber gerne auf meetup eintragen.

Spannend ist auch die Frage, wie sich die Sensoren über das Ulmer LoRaWAN-Netzwerk auf die Karte bringen lassen können. Am Mittwoch wird es auch wieder um dieses Thema gehen, und es sind auch weiterhin LoRa-fähige Arduino-Boards für Experimentierzwecke ausleihbar.

Und weil aller guten Dinge drei sind, trifft sich am 18. ab 20:00 Uhr auch die Ulmer Freifunk-Gruppe bei uns im Haus 😉

Wer mehr wissen will:

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Und noch ein Prototyp: Der erste Wikipedia-Einführungsworkshop

Wie kann ich eigentlich mal eben einen Rechtschreibfehler in der Wikipedia korrigieren? Oder einen kaputten Link wieder reparieren? Und wenn ich einen Artikel richtig ausbauen oder gar vollkommen neu schreiben mag, wie geht das?

Wie das alles geht, zeigen Susanne und Stefan am Samstag, dem 1. Oktober ab 14:00 Uhr bei uns im Haus!

„Und noch ein Prototyp: Der erste Wikipedia-Einführungsworkshop“ weiterlesen

Internethilfswerk beim Schwörmontag

Ursprünglich war der Plan, mal testweise das Publikum vor dem Schwörhaus am höchsten Ulmer Stadtfeiertag mit WLAN zu beleuchten. Gerade liegt nämlich leihweise gleich ein Fünferpack Unifi-AC-PRO-Access-Points bei uns, und die hätten sich ja schön dazu angeboten.

CnogZIDWYAAjh0uDann kam aber alles anders: Das Streaming-Zelt bekam über seine Funkstrecke ins Schwörhaus nicht genügend stabile Datenrate, um die Rede ins Netz streamen zu können. Also wurde schnell eine Netzwerkdose im 1. OG auf unser Netz gepatcht, ein Kabel aus dem Fenster geworfen und professionell über Laternen und Bäume abgespannt…

„professionell“ *luftgänsefüßchen mach*
„professionell“ *luftgänsefüßchen mach*

…damit die erste Schwörrede des neuen OB doch noch ins Internet kam 😉

Die Sache mit dem WLAN merken wir uns aber mal fürs nächste Jahr. Schwör!