FSJ digital im Verschwörhaus ab dem Herbst

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Ein Aufruf, der schon längst hätte veröffentlicht werden sollen, aber dann kam Covid-19… sei es drum: Das Verschwörhaus bietet ab September 2020 wieder ein FSJ digital an.

Das FSJ dient der Berufsvorbereitung, und wir bieten dir im Verschwörhaus einen Einblick in verschiedenste Tätigkeitsfelder:

  • Pflege von Website und Social Media: Insbesondere Texte schreiben und veröffentlichen, aber auch Storytelling in Bild und Bewegtbild
  • Dokumentation von Veranstaltungen im Haus (Video-Livestreaming mit dem Video Operating Center, Aufzeichnung und Veröffentlichung)
  • Begleitung und Unterstützung von Maker-, Fablab- und sonstigen Workshops und unserem Angebot für Jugendliche (u.A. Jugend hackt Labs)
    Unterstützungstätigkeiten im Büro
  • Pflege und Betrieb der Infrastruktur (von der Werkstatt über das FabLab mit 3D-Druckern und Lasercutter bis zu Netzwerkdiensten und der Server-Infrastruktur in unserem 10-Gigabit-Netz)
  • Unterstützung bei den Projekten der Geschäftsstelle Digitale Agenda der Stadt Ulm: Digitale Technologien für die UlmerInnen be-greifbar und anschaulich machen

Unsere aktuelle FSJlerin Simone hatte im September letzten Jahres aufgeschrieben, was sie im FSJ digital bei uns macht – in der Zwischenzeit hatte sie sich auch in unser Home-Automation-System eingearbeitet, eigene Integrationen gebaut, und gemeinsam mit Kolleginnen aus der Digitalen Agenda die Welt programmierbarer IoT-Geräte erkundet.

Die offizielle Ausschreibung ist bei unserem Träger, dem internationalen Bund, zu finden.  Wir freuen uns sehr über deine Bewerbung per E-Mail an kontakt20 (at) verschwoerhaus.de bis zum 18. Mai 2020. Die Kennenlerngespräche werden dann per Videokonferenz stattfinden.

Was wir gerade tun

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Seit mehr als drei Wochen ist das Verschwörhaus nun geschlossen. Das verursacht bei manchen zwar schon Entzugserscheinungen, ist aber angesichts exponentieller Wachstumskurven der Covid19-Pandemie durchaus geboten. Es ist aber nicht so, als würden alle bei uns Aktiven nur zuhause sitzen und Däumchen drehen – ganz im Gegenteil, die vergangenen Wochen waren voller Aktivitäten, von denen wir hier kurz berichten wollen.

Jugend hackt: Geht auch dezentral!

Foto CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf

Den Anfang macht die tolle Jugend-hackt-Community, die auch in Zeiten von distant socializing Wege gefunden hat, beisammen zu bleiben. Einem Wunsch der Jugendlichen in der Jugend-hackt-Austauschplattform Zulip folgend entstand binnen vier Tagen ein gemeinsamer Remote-Hackathon vom 19. bis zum 22. März 2020. Selbst für einen abendlich eingespielten Music-Act war dort Raum – eine spannende Erfahrung in Zeiten, in denen gerade sehr viel über Videokonferenzplattformen abläuft.

Videokonferenzplattformen sind auch das Mittel der Wahl, um im Jugend-hackt-Lab Ulm weiterzumachen. Der eigentlich als Präsenzveranstaltung geplante Ferienworkshop mit der e.tage findet diese Woche per Videotelko statt – Organisator Mat Loewe hat gemeinsam mit unserem Lab-Koordinator Tom in Windeseile ein Online-Alternativprogramm aus dem Boden gestampft, das derzeit läuft.

Auch der kommende Lab-Workshop am 17. April wird auf ähnliche Weise online stattfinden. Das hat zudem den Vorteil, dass wir Menschen als MentorInnen zuschalten können, für die ansonsten die Anreise aus Hamburg für einen Nachmittag gar nicht so einfach wäre – aus der Not wird so eine Tugend gemacht!

Amtshilfe und Videokonferenzsoftware

Damit das überhaupt funktionieren kann, leisten viele Menschen aus dem Verschwörhaus-Umfeld gerade Amtshilfe auf dem kleinen Dienstweg. Wir haben die Diskussion über kommerzielle Videokonferenzdienste aufmerksam verfolgt und uns dazu entschieden, auf Freier/Open-Source-Software basierende Lösungen auszuprobieren.

Wir haben uns hier für BigBlueButton entschieden, das ist eine Lösung, die vor allem aus der Onlinelehre kommt (und manchmal sieht man das dem System auch deutlich an). Max hat kurzerhand eine der Maschinen im Verschwörhauskeller dafür hergenommen und eine simple Installation hochgezogen, die wir seither verwenden. Das reicht vom Jugend hackt Lab über Orga-Telkos in verschiedensten Konstellationen bis hin zu städtischen Beschäftigten, die das System nutzen, wenn sie es benötigen. Seit gestern ist auch die Einwahl über klassisches Telefon möglich. Mehr zum Hintergrund, wie Verschwörhaus und Digitale Agenda gerade die städtischen Beschäftigten unterstützen, findet sich auch auf ulm.dev.

We averaged about 5-1/2 hours’ sleep apiece, and we are estimating that the sleep was good.

A propos BigBlueButton. In den Osterferien rollen die Fellows der Digitalen Agenda gerade das BigBlueButton-System für testwillige Schulen in Ulm aus. Die Fellowship ist eine Idee, die schon 2012/13 in Deutschland umzusetzen versucht wurde, angelehnt an die Code for America Fellowship: Menschen aus dem Civic-Tech-Umfeld (wie dem Verschwörhaus) kommen eine begrenzte Zeit in die Verwaltung, um mit ihrem Wissen Dinge voranzutreiben. Bislang waren die drei Ulmer Fellows sehr in zwei Förderprojekten eingebunden, über die ihre Stellen überhaupt geschaffen werden konnten. In der aktuellen Lage zeigt sich aber, wie dynamisch eine Verwaltung agieren kann, wenn sie die passende Expertise und Luft für Zusatzprojekte im eigenen Haus hat. Gemeinsam mit der Abteilung Bildung und Sport soll jetzt eine Sofortmaßnahme angestoßen werden, damit erste Schulen direkt nach den Osterferien versorgt werden können – und zwar ohne sie an proprietäre Produkte zu binden. Zitat:

Es wurde […] die Apollo 13 Metapher bemüht. Wir sollen jetzt in einem kleinen Team den “CO2 Filter” bauen und […] eine Einkaufsliste geben was wir brauchen

Die Zwischenüberschrift ist entsprechend aus dem Funkmitschrieb von Apollo 13 😉

Mehr zu diesem Projekt wird es in den kommenden Tagen als Erfahrungsbericht und Anleitung zum Nachmachen auf ulm.dev geben.

Masken und MakerVsVirus

Auch die Maker-Community engagiert sich, das Ihre beizutragen. Unter dem Titel Maker vs. Virus haben sich Fablabs, Hackspaces oder einfach nur Menschen mit 3D-Druckern zusammengetan, um passende Halterungen für Gesichtsschilde zu drucken. Diese können mit einer Folie versehen werden und reduzieren so den Kontakt von Aerosol mit dem Gesicht und vor allem dem Respirationstrakt der Tragenden.

In Ulm wurde recht schnell ein Hub eingerichtet, über den sich die hier Aktiven organisieren. Seit vergangener Woche produzieren das Verschwörhaus und das in unserem Hauskomplex untergebrachte Digitalisierungszentrum auf den jeweiligen Druckern passende Halter – und die Nachfrage ist durchaus da. Aus unserem Budget wurde vergangene Woche eine Bestellung über mehrere hundert Euro Filament ausgelöst, das wir hoffentlich bald anderen Makern in der Region bereitstellen können, die kostenfrei für medizinisches Personal produzieren möchten.

lokalwirkt: Öffnungszeiten und Lieferdienste

Aus der Code-for-Germany-Community entstand unterdessen in den vergangenen zwei Wochen die Plattform lokalwirkt.de

Das System basiert auf Einträgen von OpenStreetMap und erlaubt es, aktuell geänderte Öffnungszeiten, aber auch Liefer- und Abholmöglichkeiten einzutragen. Es baut von Anfang an auf Open Data auf und spielt die gesammelten Daten auch über eine Programmierschnittstelle aus, so dass es in beliebigen anderen Anwendungen nachgenutzt werden kann. So kannst du hier eintragen, wenn dein Lieblingsrestaurant auf Anruf Essen kocht und dann zu bestimmten Zeiten zur Abholung offen ist.

Die Plattform wird laufend weiter entwickelt – an manchen Stellen hakt es noch etwas. Wer sich beteiligen möchte, darf gerne auf Github mitentwickeln!

CVE COVID-19: Aktuelle Maßnahmen

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Update vom 11. Mai 2020.

Anfang Mai hatten wir uns intern etwas ratlos beraten (haha), wie es weitergehen könnte. Die Aktualisierung der CoronaVO ließ uns etwas die Köpfe kratzen, und es erschien uns schon allein unklar, welche Kategorie von Einrichtung wir im Detail eigentlich sind.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass die Reproduktionszahl derzeit nach wie vor um oder über 1 zu liegen scheint. Dass Menschen auf der Straße nicht mehr den vorsichtigen Abstand halten, den sie noch vor wenigen Wochen pflegten. Kurz gesagt, wir möchten nach wie vor nicht etwa das tun, was gerade noch erlaubt ist, sondern das, was wir für das Richtige halten.

Um uns und euch allen etwas mehr Planbarkeit zu bieten, legen wir deshalb fest – ohne genau zu wissen, wann und wie wir wieder öffnen könnten – dass wir das definitiv nicht vor Pfingsten tun werden. Alle anstehenden Präsenztermine bis einschließlich 1.6.2020 sind bereits wieder aus dem Kalender entfernt. Einige Veranstaltungen finden in Onlineformaten statt, hierzu bieten der Kalender oder passende Newsposts auf der Seite mehr Informationen.

Wie es danach weitergeht, werden wir in knapp zwei Wochen entscheiden. Der Plan ist, dieses Mal wenigstens eine Woche vor Ende der gesetzten Frist über das weitere Vorgehen zu informieren – und auch hier lieber defensiver zu planen.

Ihr sollt aber auch abgesehen von Onlineformaten noch etwas vom Verschwörhaus haben. Falls ihr 3D-Drucke oder Lasercuts anfertigen möchtet, wendet euch bitte über kontakt20 at verschwoerhaus.de an uns – unsere FSJlerin Simone wird zwischendrin Drucke vornehmen und zur Abholung vorbereiten können, wenn alles weiter so klappt wie bisher.

Wir nutzen derweil intern die Schließzeiten und den nachlassenden Druck nach den Notfallmaßnahmen, um überfällige Wartungs- und Baumaßnahmen durchzuführen.

11. Mai, 11:30 Uhr
Kaufmann
PL

Ursprünglicher Text vom 13. März (mit Aktualisierungen):

Liebe FreundInnen und Gäste des Verschwörhauses,

wie gestern hier beschrieben haben wir – also die ehrenamtlich Aktiven des Verschwörhaus und ich als hauptamtliche Projektleitung – weiter diskutiert, welche Rolle wir in der aktuellen COVID-19-Pandemie wahrnehmen möchten.
Schon gestern hatte sich die Meinung gefestigt, lieber vorbeugend die anstehenden Elektroarbeiten im Haus mit einer vorläufigen Schließung des Verschwörhaus aus Gründen der Infektionshemmung zusammenzulegen – wie so oft bei uns nicht weil wir es unbedingt müssten, sondern weil wir es können und es vielleicht auch einfach ein Ding bei uns ist, lieber mal Maßnahmen durchzuführen bevor sie nötig sind, um langfristig mehr davon zu haben.

Deswegen habe ich die vorläufige Schließung des Verschwörhaus ab dem heutigen Freitag, dem 13. März, bis mindestens kommenden Freitag, dem 20. März 19. April voraussichtlich irgendwann im Mai angeordnet. Sämtliche öffentlichen Veranstaltungen in diesem Zeitraum in unseren Räumen werden entfallen. Der Zutritt von SchlüsselträgerInnen zum Haus ist auf ein Minimum zu reduzieren.

13. März, 18:20 Uhr (hier veröffentlicht um 19:34 Uhr)
Kaufmann
PL

Ursprünglicher Text vom 12. März:

Liebe FreundInnen und Gäste des Verschwörhaus,

wir – das heißt die ehrenamtlich Aktiven im Haus und ich als hauptamtliche Projektleitung – beschäftigen uns seit einigen Tagen, wie wir als Anlaufpunkt für viele interessierte Menschen mit der COVID-19-Krankheit umgehen möchten.

Aktuell geben die Fallzahlen in Ulm und den umgebenden Landkreisen keinen Anlass zur Beunruhigung. Die medizinische Versorgung in Ulm liegt zudem weit über dem deutschlandweiten Durchschnitt, so dass wir die kommenden Entwicklungen hoffentlich gut stemmen können werden.

Wir möchten aber auch darüber hinaus unseren Teil dazu beitragen, dass wir als Gesellschaft die Infektionskurve so flach wie möglich halten.

Hinweise zur guten Händehygiene und richtigem Niesen und Husten sind für uns schon seit 2016 Teil der Ausstattung auf den Toiletten – wir machen halt alles, bevor es cool ist. Wir Streber. Sorry, not sorry. Ich bitte alle, die zu uns kommen, direkt nach Betreten des Hauses die Hände zu waschen – wenigstens 20 Sekunden lang, mit warmem Wasser und Seife. Bitte verzichtet auf körperlichen Kontakt wie Hände schütteln und Umarmungen, und lüftet die Räume regelmäßig.

Ich habe zudem am Dienstag abend die namentliche Registrierung aller Teilnehmenden an Veranstaltungen und Arbeitseinsätzen angeordnet, um im Falle eines Erkrankungsfalles die Kontaktketten nachvollziehen zu können. Die Namenslisten werden sicher verwahrt und nach 21 Tagen vernichtet, sofern sie nicht für den oben beschriebenen Zweck gebraucht werden.

Ich bitte alle BesucherInnen des Hauses zudem, vor der Anreise zum Haus noch einmal in sich zu gehen, ob sie sich unpäßlich fühlen und im Zweifelsfall bei Symptomen wie trockenem Husten lieber auf einen Besuch zu verzichten.

Wir wägen aktuell ab, ob wir kurzzeitig weitergehende Maßnahmen ergreifen möchten. Nicht, weil wir es müssen, sondern weil wir es können, und es hoffentlich niemandem weh tut. Zu dieser Argumentation trägt bei, dass aktuell im Gebäudeteil Nummer 7 Elektroarbeiten stattfinden, in deren Rahmen in Kürze ohnehin für ein bis zwei Tage die Stromversorgung im Erdgeschoss komplett abgestellt werden muss. Eventuell können wir diesen Arbeitsabschnitt in die kommende Woche verlegen. Ganz analog zu IT-Systemen, in denen einfach Wartungsarbeiten mal passend gelegt werden, zum Vorteil aller.

Ob wir so verfahren, werde ich hier entsprechend nachtragen, sobald die Entscheidung gefallen ist.

12. März 2020, 20:25
Kaufmann
PL

2020-03-12, 20:43: Self-Screening nachgetragen
2020-03-13, 19:34: Vorläufige Schließung nachgetragen
2020-03-15, 19:12: Ausdehnung der Schließung bis 19.4.
2020-05-01: Ausdehnung bis Mai
2020-05-11, 11:30: Ausdehnung bis 1.6.

CVE sind die Common Vulnerabilities and Exposures – eine Liste aktueller Schwachstellen und Sicherheitslücken in Computersystemen. Der gemeinsame Austausch sorgt dafür, dass ExpertInnen in der ganzen Welt gemeinsam daran arbeiten können, Schaden abzuwehren und Lücken zu beseitigen. Ein schlechterer Witz ist mir leider nicht eingefallen, sorry.

Offenes Editieren und Wikidata-Einführung am 21.3.

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Der Workshop entfiel aufgrund der Schließung des Hauses wegen Covid-19
Wikidata ist eine freie und offene Wissensdatenbank, die sowohl von Menschen als auch von Maschinen gelesen und bearbeitet werden kann.
Wikidata dient als zentraler Speicher für strukturierte Daten von Wikimedia-Schwesterprojekten wie Wikipedia, Wikivoyage, Wiktionary, Wikisource und anderen.
Am 21.03. findet zwischen 14:00 und 17:00 ein offenes Editieren im Verschwörhaus statt. Dabei kann auf Wunsch eine kleine Einführung in Wikidata gegeben werden.
Speziell sollen die Daten der Landtagsabgeordneten Baden-Württembergs in Wikidata untersucht und vervollständigt werden.
Weitere Infos:

Datenjournalismus: Unfallatlas-Workshop in Wiesbaden!

Wir hatten schon eine Weile keinen Datenjournalismus-Content mehr hier – deswegen hier der Hinweis für alle, die #wasmitdaten in redaktionellen Kontexten machen! Das statistische Bundesamt pflegt einen Unfallatlas, der zahlreiche spannende Informationen rund um Straßenverkehrsunfälle bereithält. Leider sind diese Daten gar nicht so einfach maschinell auszuwerten.

Deswegen hat ein Teil der ddjbw-Gruppe beim statistischen Bundesamt einen Workshop für JournalistInnen angefragt und skizziert, und der wird nun am Donnerstag, dem 26. März von 13–16 Uhr beim Bundesamt in Wiesbaden stattfinden. Zitat:

Inhaltlich wird es zunächst einen Vortrag geben, in dem wir zunächst lernen, wie das Amt die Rohdaten auf die Karte wirft und was da technisch passiert, anschließend stehen Experten für unsere Fragen zur Verfügung.

Sieben Teilnehmer haben schon zugesagt, weitere sind herzlich willkommen – gerne weitersagen und kurze Mail an [Jan-Georg], falls ihr dabei sein wollt.

Wir finden’s prima – Transparenz durch Journalismus verbunden mit Lobbyarbeit für offene Daten, das ist genau unsere Kragenweite 😉

Mehr zu ddjbw auf ihrer Website – einen Einstieg ins Thema Datenjournalismus gibt es z.B. im Adventskalender von Journocode, die wir auch schon zu Gast haben durften.

3. Mobilitätsmontag feat. DatDigMob: Datengovernance für vernetzte Mobilität!

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Vernetzte Mobilität – das ist das Zauberwort und die vermeintliche Lösung aller (Raum)probleme der Zukunft. Aber egal ob automatisiertes Fahren oder neue Mobilitätsdienste mit Elektrorollern: Immer geht es auch darum, wer am Ende welche und wessen Daten nutzen kann.

Die Debatte darum, wer mit höchstpersönlichen Daten etwas anfangen können soll, wird schon seit einer Weile geführt. Neu(er) sind die Fragen, ob der Datenaustausch zwischen öffentlicher Hand und privaten „Disruptoren“ tatsächlich eine Einbahnstraße sein soll. Im Falle der E-Scooter-Sharer haben einige die Frage bereits laut gestellt: Wenn Betreiber die öffentlichen Straßen kostenfrei nutzen, warum sollen sie dann nicht auch etwas für das Gemeinwohl zurückliefern?

Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigen wir uns am 3. offenen Mobilitätsmontag am Montag, dem 2. September 2019 ab 17 Uhr im Verschwörhaus. Als Veranstaltung im Rahmen des Projekts Datengovernance für Datenmobilität möchten wir weitere Anstöße für die Bearbeitung dieser Fragen finden.

Baustelle und Teil-Sommerpause im August 2019

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Vor beinahe drei Jahren haben wir zwar mal mit viel Freiwilligeneinsatz die Teppichböden im Verschwörhaus gereinigt. Seitdem gab es aber viele Veranstaltungen, und mehr als eine Hackerbrause ist dabei umgekippt und hat zur, äh, Patina des Bodens beigetragen.

Nachdem auch Ines’ künstlerische Intervention (siehe oben) nun schon bald zwei Jahre her ist, tauschen wir den Teppichboden durch etwas einfacher pflegbarerereres und nach Veranstaltungen leichter reinigbarerereres – zumindest im Vortragsraum („Salon“), wo der meiste Veranstaltungsverkehr ist.

Das heißt aber auch, dass der Raum während der Umbauphase nicht betreten werden kann – und damit fällt auch der gesamte Zugang durch den Vordereingang Weinhof 9 flach. Deshalb fährt das gesamte Haus in den Schlummerzustand, und zwar vom Mittwoch, dem 7. August (Entfernung der Böden) bis voraussichtlich Sonntag, 25. August (Ende der Verlegephase)

Das Timing ist leider erst seit heute endgültig fix, wurde aber mit mehr oder weniger Bedacht gewählt – vom 22.–25.8. ist das CCCamp in Zehdenick, und vom 12.–25.8. ist die Geschäftsstelle Digitale Agenda geschlossen. Konkret ergeben sich folgende Änderungen:

  • Die Maker Mondays entfallen offiziell* während des gesamten August
  • Die OK-Lab-Treffen entfallen definitiv während des gesamten August
  • Das Ubuntu-Treffen des GT Ulm ist ohnehin während des August ausgesetzt
  • Der offene Termin des Jugend-hackt-Lab am 13. August fällt aus

Einige Veranstaltungen finden dennoch statt, der Zugang ist aber ausnahmsweise über den Eingang Weinhof 7/10; gegebenenfalls bei „Stadt Ulm“ klingeln:

  • Das Bewerbungscafe für Geflüchtete findet so statt

Es kann sein, dass der Zugang zum Raum bereits vor dem 25.8. wieder möglich sein wird, versprechen wollen wir aber nix.

PS: Falls sich noch eine Gruppe für die vom Camp Daheimgebliebenen findet, die aus-der-Ferne-zusehen organisieren wollen: Es braeuchte nur Leute, die den Hut aufsetzen wollen 😉 Wir suchen gerade noch einen Interimsort für die Leinwand

PPS: Irgendwo in diesem Artikel musste noch dieses Entenschild von Wikimedia Commons unter. Bitte gehen Sie weiter.

Offenes Editieren, Wikidata und eventuell Eis am 29.6.19

Thanks to @looniverse the Open Editing sessions for Ulm in Wikipedia, the Free Encyclopedia will take place once more!

On Saturday, June 29th 2019, our house will be open from 2pm thru 5 pm for anyone wanting to contribute to Wikipedia, get their feet wet with Wikidata, or trying the weather-appropriate secret project Wiki loves Ice Cream 😉

Registering helps us organize the event, but is not necessary. Laptops for editing are present on location.

Für ein Internet ohne Uploadfilter: Demonstration am 23. März in Ulm

Die deutschprachige Wikipedia und drei andere Sprachversionen tragen heute schwarz – das ist das erste Mal in der Geschichte der deutschprachigen Variante und ein deutlicher Protest der ehrenamtlichen AutorInnen gegen einzelne Punkte der geplanten EU-Urheberrechtsreform:

Die geplante Reform könnte dazu führen, dass das freie Internet erheblich eingeschränkt wird. Selbst kleinste Internetplattformen müssten Urheberrechtsverletzungen ihrer Userinnen und User präventiv unterbinden (Artikel 13 des geplanten Gesetzes), was in der Praxis nur mittels fehler- und missbrauchsanfälliger Upload-Filter umsetzbar wäre. Zudem müssten alle Webseiten für kurze Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um ein neu einzuführendes Verleger-Recht einzuhalten (Artikel 11). Beides zusammen könnte die Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit erheblich beeinträchtigen.

Obwohl zumindest Wikipedia ausdrücklich von Artikel 13 der neuen Urheberrechtsrichtlinie ausgenommen ist (allerdings nicht von Artikel 11), wird das Freie Wissen selbst dann leiden, wenn Wikipedia eine Oase in der gefilterten Wüste des Internets bleibt.

Quelle: Wikipedia-Blackout-Banner

Die Wikipedia-Aktiven sind nicht die einzigen, die protestieren:

Gegen die Reform in ihrer gegenwärtigen Fassung protestieren auch rund fünf Millionen Menschen in einer Petition, 145 Bürgerrechts- und Menschenrechtsorganisationen, Wirtschafts- und IT-Verbände (darunter Bitkom, der deutsche Start-Up-Verband oder der Chaos-Computer-Club), Internet-Pioniere wie Tim Berners-Lee, Journalistenverbände sowie Kreativschaffende.

Quelle: Wikipedia-Blackout-Banner

In vielen Städten Europas gab es bereits öffentliche Demonstrationen gegen diese geplante Reform. Am Samstag, dem 23. März soll nun ein gemeinsamer Aktionstag stattfinden, an dem europaweit Demonstrationen stattfinden. Auch für Ulm ist eine Kundgebung angemeldet: Treffpunkt ist um 13:00 Uhr auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz (neue Mitte, gegenüber des Rathauses).

Tiefere Einblicke in die Thematik

In Logbuch:Netzpolitik wurde das Thema mehrfach besprochen (ganze Folge LNP288, teilweise auch in LNP290 und LNP291), und Alexander Lehmann fasst die Problematik um Uploadfilter in einem Erklärvideo zusammen.

Videos vom Wikidata-Wochenende

Vergangenes Wochenende war der Wikidata-Workshop von Wikimedia Deutschland und Code for Germany bei uns im Haus, und durch das Engagement vieler Freiwilliger und unser VOC-Equipment sind die meisten der Vorträge auch auf Video festgehalten. So könnt ihr hier die einsteiger*innenfreundliche Einführung in Wikidata von Andrea ganz bequem von zuhause aus nachsehen:

In der kompletten Youtube-Playlist findest du beispielsweise eine Einführung in SPARQL, aktuelle Neuigkeiten rund um die Technik hinter Wikidata und auch die Präsentation aller Projekte, die an dem Wochenende entstanden sind. Danke an Max für die federführende Leitung von Aufzeichnung und Streaming!