FSJ Digital im Verschwörhaus 2021: Wir suchen Dich!

Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

Das Verschwörhaus ist seit 2019 Einsatzstelle für ein FSJ Digital, und wir nehmen ab sofort Deine Bewerbung für den Einsatzstart September 2021 entgegen!

Das FSJ dient der Berufsvorbereitung, und wir bieten dir im Verschwörhaus einen Einblick in verschiedenste Tätigkeitsfelder:

  • Pflege von Website und Social Media: Insbesondere Texte schreiben und veröffentlichen, aber auch Storytelling in Bild und Bewegtbild
  • Video- und Audioproduktionen verschiedener Art: Livestreaming mit dem Video Operating Center, Aufzeichnungen, Produktion von Videos und Podcasts.
  • Begleitung und Unterstützung von Maker-, Fablab- und sonstigen Workshops und unserem Angebot für Jugendliche (u.A. Jugend hackt Labs) – „normalerweise“ in Präsenz, seit Frühjahr 2020 auch viel online.
  • Unterstützungstätigkeiten im Büro
  • Pflege und Betrieb der Infrastruktur (von der Werkstatt über das FabLab mit 3D-Druckern und Lasercutter, Internet-der-Dinge-Projekten bis zu Netzwerkdiensten und der Server-Infrastruktur in unserem 10-Gigabit-Netz)
  • Unterstützung bei den Projekten der Geschäftsstelle Digitale Agenda der Stadt Ulm: Digitale Technologien für die UlmerInnen be-greifbar und anschaulich machen

Unsere allererste FSJlerin Sim hatte 2019 beschrieben, wie ein FSJ digital abläuft. Unser aktueller FSJler Jan hat im Dezember 2020 die Videoproduktion für das gemeinsame Wikipaka-Sendeprogramm unterstützt, was recht gut unsere Aktivititäten in Zeiten eines weitgehend geschlossenen Verschwörhaus darstellt. Und es gibt auch immer Möglichkeiten, sich im FSJ an weiteren Projekten wie zum Beispiel dem freien Bikesharingsystem OpenBike einzubringen.

Die offizielle Ausschreibung ist bei unserem Träger, dem internationalen Bund, zu finden.  Wir freuen uns sehr über deine Bewerbung per E-Mail an kontakt21 (at) verschwoerhaus.de bis zum 1. Mai 2021. Die Kennenlerngespräche werden dann per Videokonferenz stattfinden.

Unser Dank der initiative.ulm.digital für die Förderung!

Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

Wir möchten herzlich der initiative.ulm.digital danken, die dreieinhalb Jahre lang die hauptamtliche Teilzeitstelle von Juka Wessalowski im Verschwörhaus durch Spenden finanziert hatte!

Bereits wenige Tage nachdem durch den Gemeinderatsbeschluss die Umsetzung des bis dahin ausgearbeiteten Konzepts für das Verschwörhaus gesichert war, fand ein erster Austausch mit späteren Gründungsmitgliedern der Unternehmerinitiative statt. Schon bei der Gründung des Unternehmervereins im Juli 2016 schrieben sich die Initiator:innen der Initiative die finanzielle Unterstützung des (damals noch unter dem Arbeitstitel „Stadtlabor“ laufenden) Verschwörhaus für die Förderung von Talenten und Ideen auf die Fahne. Unter anderem sollten weitere Personalkapazitäten über die von der Stadt gestellten Ressourcen hinaus ermöglicht werden. Auch das Engagement der Initiative für das Freie IoT-Netzwerk „The Things Network“ geschah in enger Kooperation mit dem Verschwörhaus – so veranstalte die Initiative einen Auftaktworkshop im Dezember 2016, für den wir Räume und Infrastruktur stellten. Die Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung zeigte sich beim Freien Sensornetzwerk in besonderem Maße: Der Unternehmerverein sorgte mit den ersten Gateways für eine Grundversorgung, die nach und nach von weiteren Akteuren ausgebaut wurde. Die Installation des sowohl symbolischen wie wirkungsvollen Gateways auf dem Münsterturm Ende 2018 wurde von der Initiative bezahlt, die praktische Umsetzung mit Tatkraft aus dem Digitalen Ehrenamt mitbetrieben, und das Verschwörhaus stellt seither per Funkbrücke die Internetanbindung sicher.

Im Sommer 2017 beschloss die Initiative erstmals auch die direkte finanzielle Förderung des Verschwörhaus. Durch Spenden an den gemeinnützigen Open Knowledge Foundation e.V. konnte Juka Wessalowski ihre bis dahin teils ehrenamtlich, teils durch anderweitige Förderungen überbrückungsfinanzierte Arbeit im Haus ab diesem Zeitpunkt auch hauptamtlich bis Ende 2020 ausführen. Dies führte mittelbar auch zur Einwerbung mehrerer Förderungen. Zuletzt wurde Ulm dadurch zum ersten von zwei Standorten der durch Stiftungsgelder geförderten Jugend hackt Labs für unterjährige Jugendarbeit. Abseits der Veranstaltungen für Jugendliche konnte durch die Stelle weitere Aufbau- und Entwicklungsarbeit im Haus beschleunigt werden, und es wurden an anderen Stellen Kapazitäten für weitere spannende Projekte frei. Durch dieses Gesamtkonstrukt konnten wir der Initiative Monat für Monat beeindruckende Zahlen berichten – und regelmäßig auch frühzeitig auf spannende Entwicklungen und Freie-/Open-Source-Projekte hinweisen, aus denen lokale Unternehmen eigene Produkte und Dienstleistungen entwickeln können.

Neben dem Dank für die Finanzierung der Stelle von Sommer 2017 bis 31.12.2020 danken wir zudem herzlich für die finanzielle Unterstützung mehrerer Kleinprojekte im Lauf der Jahre. Unter anderem bezahlte die Initiative die Materialkosten der „Münsterplatine“, die durch ehrenamtliche Arbeit der TTN-Gruppe von Grund auf entworfen und entwickelt wurde. Diese Platine ermöglichte insbesondere in den Anfangszeiten von „The Things Network“ in Ulm einen niederschwelligen und günstigen Einstieg in das Sensornetzwerk LoRaWAN.

Sowohl das Programm Jugend hackt als auch The Things Network bleiben Ulm und dem Verschwörhaus über das Förderende hinaus erhalten. Ein großer Dank gilt der Stadt Ulm, die die kurzfristig durch das Ende der Unterstützung entstandene Finanzierungslücke auffangen und unsere Jugendarbeit als weitsichtige Investition in die IT-Nachwuchsförderung unterstützen möchte! Und auch die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Haus rund um das Freie LoRaWAN-Netzwerk in Ulm – vom Betrieb eigener Gateways bis zu den Anstrengungen für einen niederschwelligen Einstieg für alle – bleiben natürlich erhalten.

Du möchtest als Privatperson oder mit deinem Unternehmen unsere vielfältige Arbeit nachhaltig unterstützen? Die einfachste Möglichkeit ist eine Fördermitgliedschaft im Verschwörhaus e.V.! Der eingetragene Verein ist gemeinnützig, das heißt, Zuwendungen an den Verein können steuerlich geltend gemacht werden.

Wie das Verschwörhaus zum Nicht-ganz-Fernseh-Studio wurde

Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

Der Zuspielraum. Von hier aus kamen das Pausenzeichen und die Uhr, das Morgen- und Nachtprogramm, die Anmoderation – und natürlich der Gong

Die remote chaos experience (rc3) – der Ersatz des Chaos Communication Congress 2020 – war für alle Beteiligten eine spannende und unbekannte neue Herausforderung. Nicht mehr gemeinsam mit 15.000 anderen Menschen in Leipzig, sondern dezentral aus ganz vielen Orten galt es ein gemeinsames Programm zu gestalten. Es gab eine virtuelle Welt, deren spannende Hintergründe im aktuellen Chaosradio beleuchtet werden. Die Wikipaka-WG des vorhergehenden Congress wurde mit sehr viel Detailliebe nachgebaut und erfreute sich großer Beliebtheit für abendliches Zusammensein 🙂

Und es gab natürlich auch das, was sonst in Leipzig ein Bühnenprogramm gewesen wäre – nur eben nun ganz anders.

Die Hauptregie. Hier wurden die Beiträge aus der Konserve abgespielt und die dezentralen Beitragenden für den Frageteil zusammengemischt

Der eigentliche Plan war, ganz viele dezentrale Bühnen in ganz Deutschland bereitzustellen, und dazu verschiedene Regiezentralen, die die verschiedenen Kanäle dann mit Inhalt bespielen. Wir haben uns relativ früh dafür entschieden, im Verschwörhaus keine dezentrale Bühne anzubieten. Zu groß erschien uns das Risiko, Ursache für Infektionen zu sein – wir sind weiterhin seit dem Oktober bis auf wenige Wartungs- und Unterhaltsarbeiten komplett geschlossen, und würden uns wünschen, wenn auch viel mehr andere Orte so zur Pandemieeindämmung beitragen würden. Und zwar nicht nur diejenigen Orte, die Freizeit, Kultur, Zerstreuung oder schlicht Freude betreffen.
Stattdessen waren wir „nur“ – und zwar mit stringenten Auflagen – einer der Regieorte für Wikipaka Television und Fernstreamen, das gemeinsame Programm von Jugend hackt (namentlich OKF Deutschland und mediale pfade), Wikimedia Deutschland, dem Verstehbahnhof und uns – und allen, die sich diesem Universum verbunden fühlen. Aufgeteilt in drei separate Räume hatten wir ein Einspielstudio, die Hauptregie und einen Tonaufnahmeraum – gemeinsam konnten wir so zeitweise komplett das Programm inklusive der Moderation der Fragerunden übernehmen; zu anderen Zeiten teilten wir uns das mit anderen Zuspielorten vor allem in Berlin.

Um sicherzugehen, dass bei den über 21 Stunden Programm möglichst alles reibungslos geht, hatten wir uns entschieden, so viele Beiträge wie möglich „aus der Konserve“ einspielen zu können und nur die anschließenden Fragerunden live zu senden. Das nahm sehr viel Druck aus der Produktion und sorgte dafür, dass wir mit einem sehr sehr schlanken Team vier Tage Programm streamen konnten.

Schon früh war klar, dass wir uns beim visuellen und akustischen Design am öffentlich-rechtlichen Rundfunk zwischen den 1960ern und 1980ern anlehnen wollten – schließlich ging es bei der rc3 auch um verteilte Sendehäuser, die gemeinsam ein Programm auf die Beine stellen. Und so bekamen wir ein 1a ARD-Style Sendedesign von Bleeptrack, eine in Windeseile gebaute Studiouhr von blinry, und eine ganze Reihe möglicher Pausenzeichen von Scott Hühnerkrisp, die wir zu einem Senderdesign zusammenbauen konnten.

Und natürlich den Gong!!!!1

Ein echter Tagesschau-Stabgong war schon lange auf der Wunschliste. Nur sind die Dinger sehr schwer zu finden. Aber das war jetzt einfach der perfekte Anlass, einen aufzutreiben. Dafür gibt es jetzt Bilder davon unter Freier Lizenz auf Wikimedia Commons, Video- und Tonaufnahmen folgen noch. Denn ein paar Baustellen gibt es bislang noch.

Die Aufzeichnungen sind nämlich zwar mittlerweile allesamt in der „Mediathek“ des c3voc veröffentlicht. Wir möchten aber auch möglichst alle der Videos so barrierefrei wie möglich bereitstellen, weswegen wir gemeinsam – und hier ist vor allem unser aktueller FSJler Jan zu loben! – mit dem System von c3subtitles auch Untertitel für die Videos anbieten möchten. Wer hier helfen möchte, ist herzlich eingeladen! Für Einsteiger:innen bietet es sich an, die Qualitätssicherung bei den „gelben“ Vorträgen zu machen – das heißt, zu prüfen, ob die Textblöcke zeitlich passend eingeblendet werden. Wie das geht und was dabei zu beachten ist, ist hier dokumentiert. Wir freuen uns auch sehr über Beiträge bei den vergangenen Congressen. Fortgeschrittene, die hierbei schon Erfahrung gesammelt haben, können sich auch gerne an die Korrektur der automatischen Transkripte wagen.

Alles in Allem war das eine spannende Erfahrung mit einem tollen Team aller beteiligten Einrichtungen, das bewiesen hat: Veranstaltungen mit herausragendem Programm und Wow-Effekt können auch in Zeiten der Pandemie Freude bereiten!

Unser Programm auf dem #rc3

Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

Die Remote Chaos Experience 2020 (rc3) hat angefangen, und damit auch unser Beitrag aus dem Verschwörhaus-Studio zum gemeinsamen Programm von Wikipaka Television und Fernstreaming, dem Online-Ersatz für die schon Tradition gewordene Wikipaka-WG von Wikimedia Deutschland, Jugend hackt, Open Knowledge Foundation, mediale pfade, Verstehbahnhof und uns.

Die kommenden drei Tage noch koordinieren wir verteilt über Deutschland und darüber hinaus das gemeinsame Streamingprogramm rund um Transparenz, Mitmachstaat, Jugendarbeit und gerne auch mal etwas Unsinn, das über WTF in die Welt gestreamt wird. Aber auch die vielen anderen Kanäle bei rc3 haben Programm zu bieten – wie viel, verrät der Blick in den offiziellen Fahrplan (andere Ansicht hier). Rein nach dem WTF-Programm gefiltert haben wir natürlich auch eine Ansicht.

Aufzeichnung aus dem Relive

Alle Programme findet ihr auf streaming.media.ccc.de/rc3 (Direktlink zu WTF hier). Nach und nach wird auch das gesendete Programm im Relive online gehen – von Tag 1 möchten wir beispielsweise Open Discourse und Transparenz im Bundestag hervorheben. Der zeigt auch, wie viel Arbeit an ganz vielen Orten in diesem gemeinsamen Programm steckt: Aufgenommen wurde der Beitrag mit dem Team der c-base in Berlin, gesendet wurde er bei uns, und die Fragerunde haben Florian und Philipp von Zuhause aus mit uns durchgeführt.

Voraussichtlich ab morgen werden wir uns an die offiziellen Releases der gesendeten Beiträge machen. Jetzt gehts aber erstmal ins Bett 😉

Kein Congress, trotzdem Chaos, trotzdem Wikipaka-WG

Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

Dreimal haben wir bereits zur Wikipaka-WG auf dem Chaos Communication Congress in Leipzig beitragen dürfen. Die Wikipaka-WG, das war seit 2017 der gemeinsame Ort von Jugend hackt, den Communities der Open Knowledge Foundation Deutschland, mediale pfade, Verschwörhaus, Verstehbahnhof und von Wikimedia Deutschland auf dem Congress, mit von Jahr zu Jahr immer noch größerer Bühne und eigenem Programm.

Dieses Jahr wird alles anders, denn natürlich kann es keinen Congress mit 17.000 Menschen in der Messe Leipzig geben. Stattdessen wird es die remote chaos experience (rc3) geben – mit Programm von zuhause aus oder einem von vielen derzeit entstehenden dezentralen Studios.

Auch wir möchten uns wieder an diesem Programm beteiligen. Zum Einen, indem wir mit unserer Technik als Studio beitragen. Schon in den Wochen vor Weihnachten wird bei uns die Aufzeichnung von Beiträgen möglich sein.

Zum Anderen möchten wir aber auch wieder als Wikipaka-WG unser ganz eigenes Programm gestalten, das zu unseren Fokusthemen passt: Offene Daten, Freies Wissen, Jugendbeteiligung, WikiData, oder wie man die öffentliche Hand zappelnd und schreiend ins 21. Jahrhundert bringt 😉

Derzeit laufen noch die Calls for Participation, und du kannst auf zwei Arten beitragen:

  1. Du reichst deinen Programmvorschlag über den offiziellen Call for Participation des rc3 ein. Das ist noch bis zum 20. November um 22:59 MEZ möglich. Wenn du ganz gezielt als Teil der WikiPaka-WG beitragen möchtest, kannst du das in der Einreichung anmerken. Wir haben aber auch die Möglichkeit, aus der breiten Masse der Einreichungen welche zu finden, die nicht für das „Hauptprogramm“ geeignet waren, aber genau unsere Nische treffen.
  2. oder Du reichst deinen Vorschlag über unseren eigenen CfP ein. Das ist bis zum 30. November um 23:23 MEZ möglich.

Beim Format sind uns diesmal ganz andere Grenzen gesetzt als das auf der Bühne der Fall war. Du wolltest schon immer mal eine Open-Data-Abendshow machen? Oder gemeinfreie Musikstücke einspielen und das als Nachtstream senden lassen? All das wird diesmal möglich sein. Überrasche uns! 🙂

Wir machen Mobilitätswende – und zwar nicht nur wir

Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

Im Sommer gab es den Aufruf des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, sich für den Preis „Wir machen Mobilitätswende“ zu bewerben. Es sollten sich Menschen oder Projekte bewerben, die sich für die Mobilität der Zukunft einsetzen – und da dachten wir, mit etwas Schalk im Nacken, da machen wir doch mit.

Ganz ehrlich: Eigentlich ging es bei der Bewerbung vor allem darum, etwas Verwirrung zu stiften und den Blick der Ausschreibenden auf die Landschaft etwas zu weiten. Denn wir haben uns ausdrücklich nicht als Verschwörhaus oder als Einzelpersonen beworben (auch wenn die Ausschreibung sehr darauf fokussiert war, später mehr dazu), sondern als das Transportkollektiv, das nicht nur in ganz Baden-Württemberg aktiv ist, sondern mindestens in ganz Deutschland.

Den Namen „Transportkollektiv“ kennen vielleicht manche von den regelmäßigen Open-Transport-Meetups, die jeden zweiten Mittwoch abend online stattfinden und regelmäßig viele Menschen bis hin in Verkehrsverbünde und Landeseinrichtungen anlocken. Auch die vielen digitransit-Deployments (egal ob von offizieller Stelle oder privat als Proof of Concept gebaut) zum Beispiel in Münster, Herrenberg, Ulm, Berlin etc und den Austausch dazu haben wir immer unter dem losen Label „Transportkollektiv“ geführt und darunter auch das Installations-Kochbuch veröffentlicht. Es ging nicht um ein Produkt und nicht um ein Leuchtturmprojekt, sondern um die Idee und den Ansatz, überhaupt erst an jeder Stelle die Grundlagen für vernetzte, intermodale Mobilität auf Basis offener Daten und offener Schnittstellen zu schaffen. Und zwar nicht in Konkurrenz der Orte untereinander, sondern kooperativ mit Freier Software und dem Verständnis, wie das Wissen darum in die öffentliche Hand überführt werden kann.

(Seitenstory an der Stelle: Im Verschwörhaus passierte das einfach, indem @robbi5 eines Tages bei einem Besuch einer Gruppe aus Herrenberg auf dem Sofa saß und beiläufig erwähnte, dass er digitransit auf Deutsch übersetzt und auf einer Maschine bei uns im Keller installiert habe. Sowohl die Herrenberger als auch Menschen aus der Ulmer Stadtverwaltung waren begeistert davon und taten ihrerseits alles dafür, um im Rahmen eigener Förderprojekte mehr daraus zu machen. Lektion: Einen Raum zu schaffen, in dem man einfach Dinge tun kann, ohne Erwartungshaltung, mit der Möglichkeit für Kontingenz, ist eventuell viel fruchtbarer als das 10. bemühte „Innovationslabor“. Und einfach ohne Erwartungen intensiv zuzuhören lohnt sich für die öffentliche Hand.)

Offen gestanden: Wir haben nicht damit gerechnet, in die engere Auswahl für den Preis zu kommen. Für uns war klar, dass die wirklich starken Bemühungen der Stadt Herrenberg für ihre digitransit-Version der ganz klare Favorit sein müssen. Uns ging es vielmehr darum, im Wettbewerb ein wenig das Format zu sprengen – den Blick zu weiten und weg von Einzelpersonen und -Projekten hin auf dezentrale Kooperativen aufmerksam zu machen.

Naja, und dann kam ein Brief, dass wir eines der 20 nominierten Projekte seien und es sollte ein Filmteam kommen und ein Video machen und der Schuss war irgendwie nach hinten losgegangen 😀

Wir haben immer wieder betont, dass wir in Ulm nur ein Standort von vielen sind, und dass es viele Köpfe im Netzwerk gibt, die alle ganz wesentliche Teile zum Großen Ganzen sind. Am Ende konnte das Filmteam aber nicht an 10 verschiedene Standorte reisen und musste sich auf den Drehort Ulm fokussieren, auch wenn wir im Austausch mit der (super lieben) Betreuung durch die KEA noch einige Formulierungen ein wenig gedreht bekommen haben damit nicht überall „Ulm“ draufsteht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Diese Nominierung ist ausdrücklich für alle, die über die Jahre in den verschiedensten Kanälen und bei den verschiedensten Projekten Stück für Stück in Deutschland und darüber hinaus aus einem vernagelten Mobilitäts-Ökosystem ein sich schrittweise öffnendes System gemacht haben und weiter dazu beitragen. Es war immer wunderschön und motivierend, egal von welchem Ort aus mit den vielen Beteiligten zusammenzuarbeiten und gemeinsam überhaupt erst so viel anstoßen zu können, was wir alleine gar nicht schaffen können hätten. Cheers!

Die Preisverleihung wird in der ersten Dezemberwoche abends online gestreamt. Wir sind sehr gespannt, was da noch passiert 😀

7×7 zu LoRaWAN und OpenTransportMeetup

Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

Auch ohne Veranstaltungen im Hausi gibt’s abendliche Unterhaltung rund um die Themen, die wir sonst so beackern, und heute abend am Mittwoch, dem 4. November gibts gleich zwei Themen parallel zur Auswahl:

7×7 Bildung und Kultur 2020 (ab 19 Uhr)

„Die Macherinnen und Macher von sieben Ulmer Kooperationsprojekten haben sieben Minuten Zeit, ihr Projekt vorzustellen. Dabei ist alles erlaubt. Folienpräsentation, Videoclip, Rede, Konzert oder kleine Show. Wer neue Kooperationseinrichtungen kennenlernen möchte, sich für Ko­operationsmodelle und Ideenumsetzung interessiert, sich vernetzen will oder einfach einen unterhaltsamen Abend genießen möchte, ist herzlich eingeladen.“

Verschwörhaus und LoRaPark sind eines von sieben Themenfeldern an dem Abend, und bei uns geht es um LoRaWAN und TTN:

Lärm messen, Verbrauchszähler auslesen, oder sogar eine selbstgießende Blumenbank – all das lässt sich mit dem Freien Funknetzwerk The Things Network auf Basis der LoRaWAN-Technologie in die Tat umsetzen. Kleinste Datenmengen können damit kostenfrei über weite Entfernungen übertragen werden. Sarah Waschler berichtet, wie die Technik im LoRaPark anfassbar wird, und Jakob Pietron gibt einen Einblick in die Forschungstätigkeiten im Verschwörhaus – und was das alles mit Rissen im Ulmer Münster zu tun hat.

Mehr Informationen gibt es beim Bildungsnetzwerk Ulm. Die Teilnahme ist über Venueless möglich.

OpenTransportMeetup (20 Uhr): Die Community in Frankreich

Das Transportkollektiv trifft sich wie jeden zweiten Mittwoch abends in BigBlueButton. Holger von der Mitfahrdezentrale hat diesen Mittwoch das französische Gegenstück zu unserem Meetup eingeladen. Bertrand Billoud und Wassim Benaïssa werden Kisio Digital und das Open-Source-Routing Navitia vorstellen. Dieses Mal deswegen ausnahmsweise auf Englisch 🙂

Das Meetup ist wie immer im Transportkollektiv-Wiki angekündigt, Einstieg über BigBlueButton von Systect.

17.10.: Absage aller Veranstaltungen wegen Infektionsgeschehen

Sorry, this entry is only available in German. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

Am Freitag, dem 16. Oktober 2020 meldete das Landesgesundheitsamt für den Alb-Donau-Kreis und den Stadtkreis Ulm eine 7-Tages-Inzidenz von jeweils über 50 bei einem gleichzeitigen geschätzten R-Wert deutlich über 1.

Damit trat für uns der (bereits vorbereitete, aber nicht veröffentlichte) Plan in Kraft, die öffentlichen Präsenzveranstaltungen im Haus vorerst abzusagen. Wir gehen damit bewusst deutlich weiter als das, was durch die (später veröffentlichten) Anordnungen von Land und Kommune zur Auflage gemacht wurde. Unser Ziel ist nicht, stets das gerade noch gesetzlich erlaubte auszureizen. Wir sehen vielmehr mit Sorge auf die Infektionszahlen in den umliegenden europäischen Ländern und den extrapolierten weiteren Verlauf der Fallzahlen hier vor Ort, und nutzen die Freiheit unserer eigenen Handlungsspielräume und Verantwortung.

Wir melden uns in Kürze mit angedachten Möglichkeiten, dennoch Dinge wie 3D-Druck und Co auch ohne Präsenzöffnungszeiten anbieten zu können. Und manche Veranstaltungen sind ohnehin online – so zum Beispiel das Open Transport Meetup, in dem wir am Mittwoch abend um 20 Uhr den Austausch mit dem DELFI e.V. als Bereitsteller für Open-Data-Fahrpläne suchen!