Wir machen Mobilitätswende – und zwar nicht nur wir

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Im Sommer gab es den Aufruf des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, sich für den Preis „Wir machen Mobilitätswende“ zu bewerben. Es sollten sich Menschen oder Projekte bewerben, die sich für die Mobilität der Zukunft einsetzen – und da dachten wir, mit etwas Schalk im Nacken, da machen wir doch mit.

Ganz ehrlich: Eigentlich ging es bei der Bewerbung vor allem darum, etwas Verwirrung zu stiften und den Blick der Ausschreibenden auf die Landschaft etwas zu weiten. Denn wir haben uns ausdrücklich nicht als Verschwörhaus oder als Einzelpersonen beworben (auch wenn die Ausschreibung sehr darauf fokussiert war, später mehr dazu), sondern als das Transportkollektiv, das nicht nur in ganz Baden-Württemberg aktiv ist, sondern mindestens in ganz Deutschland.

Den Namen „Transportkollektiv“ kennen vielleicht manche von den regelmäßigen Open-Transport-Meetups, die jeden zweiten Mittwoch abend online stattfinden und regelmäßig viele Menschen bis hin in Verkehrsverbünde und Landeseinrichtungen anlocken. Auch die vielen digitransit-Deployments (egal ob von offizieller Stelle oder privat als Proof of Concept gebaut) zum Beispiel in Münster, Herrenberg, Ulm, Berlin etc und den Austausch dazu haben wir immer unter dem losen Label „Transportkollektiv“ geführt und darunter auch das Installations-Kochbuch veröffentlicht. Es ging nicht um ein Produkt und nicht um ein Leuchtturmprojekt, sondern um die Idee und den Ansatz, überhaupt erst an jeder Stelle die Grundlagen für vernetzte, intermodale Mobilität auf Basis offener Daten und offener Schnittstellen zu schaffen. Und zwar nicht in Konkurrenz der Orte untereinander, sondern kooperativ mit Freier Software und dem Verständnis, wie das Wissen darum in die öffentliche Hand überführt werden kann.

(Seitenstory an der Stelle: Im Verschwörhaus passierte das einfach, indem @robbi5 eines Tages bei einem Besuch einer Gruppe aus Herrenberg auf dem Sofa saß und beiläufig erwähnte, dass er digitransit auf Deutsch übersetzt und auf einer Maschine bei uns im Keller installiert habe. Sowohl die Herrenberger als auch Menschen aus der Ulmer Stadtverwaltung waren begeistert davon und taten ihrerseits alles dafür, um im Rahmen eigener Förderprojekte mehr daraus zu machen. Lektion: Einen Raum zu schaffen, in dem man einfach Dinge tun kann, ohne Erwartungshaltung, mit der Möglichkeit für Kontingenz, ist eventuell viel fruchtbarer als das 10. bemühte „Innovationslabor“. Und einfach ohne Erwartungen intensiv zuzuhören lohnt sich für die öffentliche Hand.)

Offen gestanden: Wir haben nicht damit gerechnet, in die engere Auswahl für den Preis zu kommen. Für uns war klar, dass die wirklich starken Bemühungen der Stadt Herrenberg für ihre digitransit-Version der ganz klare Favorit sein müssen. Uns ging es vielmehr darum, im Wettbewerb ein wenig das Format zu sprengen – den Blick zu weiten und weg von Einzelpersonen und -Projekten hin auf dezentrale Kooperativen aufmerksam zu machen.

Naja, und dann kam ein Brief, dass wir eines der 20 nominierten Projekte seien und es sollte ein Filmteam kommen und ein Video machen und der Schuss war irgendwie nach hinten losgegangen 😀

Wir haben immer wieder betont, dass wir in Ulm nur ein Standort von vielen sind, und dass es viele Köpfe im Netzwerk gibt, die alle ganz wesentliche Teile zum Großen Ganzen sind. Am Ende konnte das Filmteam aber nicht an 10 verschiedene Standorte reisen und musste sich auf den Drehort Ulm fokussieren, auch wenn wir im Austausch mit der (super lieben) Betreuung durch die KEA noch einige Formulierungen ein wenig gedreht bekommen haben damit nicht überall „Ulm“ draufsteht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Diese Nominierung ist ausdrücklich für alle, die über die Jahre in den verschiedensten Kanälen und bei den verschiedensten Projekten Stück für Stück in Deutschland und darüber hinaus aus einem vernagelten Mobilitäts-Ökosystem ein sich schrittweise öffnendes System gemacht haben und weiter dazu beitragen. Es war immer wunderschön und motivierend, egal von welchem Ort aus mit den vielen Beteiligten zusammenzuarbeiten und gemeinsam überhaupt erst so viel anstoßen zu können, was wir alleine gar nicht schaffen können hätten. Cheers!

Die Preisverleihung wird in der ersten Dezemberwoche abends online gestreamt. Wir sind sehr gespannt, was da noch passiert 😀

7×7 zu LoRaWAN und OpenTransportMeetup

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Auch ohne Veranstaltungen im Hausi gibt’s abendliche Unterhaltung rund um die Themen, die wir sonst so beackern, und heute abend am Mittwoch, dem 4. November gibts gleich zwei Themen parallel zur Auswahl:

7×7 Bildung und Kultur 2020 (ab 19 Uhr)

„Die Macherinnen und Macher von sieben Ulmer Kooperationsprojekten haben sieben Minuten Zeit, ihr Projekt vorzustellen. Dabei ist alles erlaubt. Folienpräsentation, Videoclip, Rede, Konzert oder kleine Show. Wer neue Kooperationseinrichtungen kennenlernen möchte, sich für Ko­operationsmodelle und Ideenumsetzung interessiert, sich vernetzen will oder einfach einen unterhaltsamen Abend genießen möchte, ist herzlich eingeladen.“

Verschwörhaus und LoRaPark sind eines von sieben Themenfeldern an dem Abend, und bei uns geht es um LoRaWAN und TTN:

Lärm messen, Verbrauchszähler auslesen, oder sogar eine selbstgießende Blumenbank – all das lässt sich mit dem Freien Funknetzwerk The Things Network auf Basis der LoRaWAN-Technologie in die Tat umsetzen. Kleinste Datenmengen können damit kostenfrei über weite Entfernungen übertragen werden. Sarah Waschler berichtet, wie die Technik im LoRaPark anfassbar wird, und Jakob Pietron gibt einen Einblick in die Forschungstätigkeiten im Verschwörhaus – und was das alles mit Rissen im Ulmer Münster zu tun hat.

Mehr Informationen gibt es beim Bildungsnetzwerk Ulm. Die Teilnahme ist über Venueless möglich.

OpenTransportMeetup (20 Uhr): Die Community in Frankreich

Das Transportkollektiv trifft sich wie jeden zweiten Mittwoch abends in BigBlueButton. Holger von der Mitfahrdezentrale hat diesen Mittwoch das französische Gegenstück zu unserem Meetup eingeladen. Bertrand Billoud und Wassim Benaïssa werden Kisio Digital und das Open-Source-Routing Navitia vorstellen. Dieses Mal deswegen ausnahmsweise auf Englisch 🙂

Das Meetup ist wie immer im Transportkollektiv-Wiki angekündigt, Einstieg über BigBlueButton von Systect.

Kostenlose Online Fortbildung: Musik Coden mit Sonic Pi

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Das Kindermedienland Baden-Württemberg bietet in Kooperation mit dem Jugend hackt Lab eine kostenlose Online Fortbildung zu Sonic Pi für Fachkräfte aus Pädagogik, Jugendarbeit, Bibliothekswesen, und Schulsozialarbeit, Lehrkräften und sonstigen Interessierten an. Geleitet wird der Workshop von Paolo Holinski, Mentor aus dem Jugend hackt Lab Ulm.

Sonic Pi wurde explizit entwickelt um Kindern und Jugendlichen Programmieren beizubringen und ist sehr leicht zu lernen. Es ist aber auf keinen Fall nur ein Spielzeug, sondern wird auch von Profis für Live Auftritte genutzt. Außerdem benutzt es die verbreitete Programmiersprache Ruby, welche z.B. auch für Serverprogrammierung verwendet wird, sodass man das gelernte Wissen auch außerhalb von Sonic Pi anwenden kann.

Hier für die Fortbildung am 23.11.20 von 16:00 – 18:30 Uhr anmelden.

 

17.10.: Absage aller Veranstaltungen wegen Infektionsgeschehen

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Am Freitag, dem 16. Oktober 2020 meldete das Landesgesundheitsamt für den Alb-Donau-Kreis und den Stadtkreis Ulm eine 7-Tages-Inzidenz von jeweils über 50 bei einem gleichzeitigen geschätzten R-Wert deutlich über 1.

Damit trat für uns der (bereits vorbereitete, aber nicht veröffentlichte) Plan in Kraft, die öffentlichen Präsenzveranstaltungen im Haus vorerst abzusagen. Wir gehen damit bewusst deutlich weiter als das, was durch die (später veröffentlichten) Anordnungen von Land und Kommune zur Auflage gemacht wurde. Unser Ziel ist nicht, stets das gerade noch gesetzlich erlaubte auszureizen. Wir sehen vielmehr mit Sorge auf die Infektionszahlen in den umliegenden europäischen Ländern und den extrapolierten weiteren Verlauf der Fallzahlen hier vor Ort, und nutzen die Freiheit unserer eigenen Handlungsspielräume und Verantwortung.

Wir melden uns in Kürze mit angedachten Möglichkeiten, dennoch Dinge wie 3D-Druck und Co auch ohne Präsenzöffnungszeiten anbieten zu können. Und manche Veranstaltungen sind ohnehin online – so zum Beispiel das Open Transport Meetup, in dem wir am Mittwoch abend um 20 Uhr den Austausch mit dem DELFI e.V. als Bereitsteller für Open-Data-Fahrpläne suchen!

News zur Kulturnacht im Verschwörhaus 2020

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Am Samstag, dem 19. September 2020 ist wieder Kulturnacht in Ulm – trotz Covid-19-Pandemie, auch um ein Zeichen für den Kulturbetrieb in Ulm zu setzen. Auch wir sind dabei – mit einem Plan B.

Wir hatten ursprünglich ein aufwändiges Sicherheitskonzept mit einem Einbahnstraßen-Rundgang durch das Haus geplant. Aufgrund einiger Ausfälle in unserem ehrenamtlichen Team für den Abend und der nach wie vor hohen Sieben-Tages-Inzidenz in der Region können wir das nicht wie geplant umsetzen. Stattdessen schwenken wir auf ein Ersatzkonzept um: Die meisten der geplanten Exponate sind in den Fenstern und Fensternischen rundherum aufgebaut und können in einem Rundgang um das Haus erlebt werden. Bei einigen davon ist trotzdem weiterhin die eigentlich geplante Interaktion mit den Installationen möglich – bei anderen kann sich das noch bis Samstag Abend spontan ergeben 🙂

Bitte haltet trotzdem untereinander den gebotenen Abstand ein!

Covid-19-Maßnahmenplan ab Juli 2020, aktualisiert Oktober 2020

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Zum 1. Juli 2020 wurde die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg reformiert und einige der bisherigen, separaten Verordnungen wurden darin zusammengefasst. Das erleichtert uns die Einschätzung etwas, wie wir künftig weiter vorgehen müssen, dürfen, können und sollen.

Kurz zusammengefasst der aktuelle Stand: So es die aktuelle Infektionslage zulässt, betreiben wir einen sehr eingeschränkten Öffentlichkeitsbetrieb. Neu-Einweisungen in Geräte und Ausstattung sind in diesem Rahmen vorerst weiterhin nicht möglich. Bei Überschreiten bestimmter Schwellwerte verschärfen wir die Maßnahmen entsprechend.

(Aktualisiert auf die Fassung der CoronaVO vom 19. Oktober 2020)

Ampel-Regelungen und Schwellwerte

  • Bei Überschreiten der 7-Tage-Inzidenz von 35 in der Region gilt zudem, dass in den Räumen stets eine geeignete (ggf nicht-medizinische) Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss.
  • Bei Überschreiten der 7-Tage-Inzidenz von 50 in der Region mit gleichzeitigem Wachstumstrend (R > 1) fallen alle öffentlichen Veranstaltungen und Öffnungszeiten aus. Notwendige Instandhaltungs- und Unterhaltarbeiten im Haus sind unter Beachtung aller Abstands- und Infektionsschutzmaßnahmen erlaubt.
  • Die jeweiligen Verschärfungsstufen werden wieder zurückgenommen, wenn der 7-Tage-Wert mehrere Tage wieder unter dem Schwellwert liegt bzw. wenn erkennbar ist, dass es keinen Wachstumstrend mehr gibt.

Generelle Auflagen

  • Der Zutritt zum Haus ist nicht erlaubt für Personen,
    • die in Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person stehen oder standen, wenn seit dem letzten Kontakt noch nicht 14 Tage vergangen sind, oder
    • die typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus, namentlich Fieber, trockener Husten, Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns, aufweisen,
  • Ihr sollt direkt bei Betreten des Hauses die Hände gründlich mit Seife waschen und mit Einmalhandtüchern abtrocknen. Das ist nur in den Toiletten im Treppenhaus Nummer 7 möglich. Deswegen ist die Glastüre in Hausnummer 9 versperrt und soll nicht für Publikum geöffnet werden. Der Zutritt per Chipkarte ist erlaubt, falls Hausnummer 7 versperrt ist.
  • Direkt nach dem Hände waschen ist die Registrierung mit Name, Datum, Uhrzeit und einer Kontaktmöglichkeit erforderlich, damit Gesundheitsamt und/oder Ortspolizeibehörde mit den hinterlassenen Daten ggf. eine Infektionskettennachverfolgung betreiben können. Näheres zur Verarbeitung dieser Daten ist auf den ausliegenden Formblättern festgehalten.
    • Je Veranstaltung/Zusammentreffen ist eine Person als verantwortliche Person auf dem Formblatt einzutragen. In der Regel ist das die Person, die auf- und zuschließt oder das Treffen einberufen hat. Datum und Name der Veranstaltung nicht vergessen!
  • Wenn möglich, sollen sich nicht mehr als 20 Personen in den Verschwörhaus-Räumen befinden. Die aufgestellten Regeln kommen in dem Fall dennoch zur Anwendung. Die absolute Personenobergrenze richtet sich nach dem stets einzuhaltenden Abstand.
  • Beim Aufenthalt im Haus ist immer ein Abstand von wenigstens 1,50 Metern zwischen Personen einzuhalten, auch bei Bewegungen auf Verkehrsflächen.
  • Die Räume sollen während der Nutzung möglichst ständig durch geöffnete Fenster belüftet werden.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist empfohlen.
  • Diese Auflagen zu Zutritts- und Teilnahmeverboten, Abstandsregeln, Hygienevorgaben und Händewaschauflagen und -möglichkeiten sowie die Umleitung vom Eingang Nummer 9 zu Nummer 7 sind in Aushängen auf Deutsch und Englisch einsehbar.

Hintergründe und Erklärung

Wieder und wieder kamen und gingen die Fristen, bis zu denen die Einschränkungen der CoronaVO gelten sollten. Mehrfach war es so, dass zum kommenden Montag die Verordnung auslief, und die Regierung erst im Laufe des Samstag mittag davor bekannt gab, welche Auflagen und Regeln danach gelten sollten. Das war etwas zermürbend und hat auch einige Male die bereits skizzierten Pläne wieder umgeworfen.

Lange war außerdem nicht klar, unter welche genaue Regeln das Verschwörhaus fallen würde. Handelt es sich um einen Veranstaltungsort im Sinne der (zum 1.7. entfallenden) CoronaVO Veranstaltungen? Dann hätte es jedes Mal ein im vorhinein festgelegtes Programm und fest zugewiesene Sitzplätze geben müssen – auf „wir sägen was im Keller“ passte das einfach nicht. Sind wir gar „Anbieter für Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumlichkeiten“? Dann hätten wir gemäß der ebenfalls zum 1.7. entfallenden Verordnung sicherstellen müssen, dass immer nur eine Person auf einmal einen Toilettenraum betritt. Und überhaupt, wer sind wir eigentlich, und wenn ja, wie viele? Bei uns gibts keine Bildungsabschlüsse, d.h. wir fielen erstmal nicht unter Bildungseinrichtungen, und Jugendhaus war auch nicht das richtige, und eigentlich gibt es einen Verein, aber was ist mit den Besucher:innen, die nicht im Verein sind, und wie verhalten sich hauptamtliche Beschäftigte der Stadt dazu und [hier Schreigeräusch einfügen].

Das war der Grund, warum ab Juni erst einmal eine ausdrücklich nicht-öffentliche Lockerung in Kraft trat: Diejenigen, die die Infrastruktur und die Gerätschaften im Haus regelmäßig warten und ausbauen, sollten das nun auch legal tun dürfen. Mit der Konsolidierung der Verordnungen zum 1.7. versuchen wir uns jetzt auch an einer vorsichtigen Wiederaufnahme des Betriebs.

Das ist jedoch erst einmal alles unkartiertes Terrain. Der Betrieb und die Angebote sind zum überwiegenden Teil von der Zivilgesellschaft für die Zivilgesellschaft. Das heißt, erst einmal heißt es, langsam überhaupt wieder mal die vielen Ehrenamtlichen im Haus zu haben, die vorher monatelang gar nicht oder nur sporadisch hier waren. Und von einzelnen, die sich weiterhin relativ strikt in ihrer direkten Bezugsgruppe isolieren, habe ich auch schon gehört, dass sie ausdrücklich weniger ins Haus kommen werden, wenn hier wieder offener ist.

Das wird für die kommenden Wochen bedeuten, dass wir uns erst einmal langsam an die neue Betriebsrealität herantasten werden: Mit einem Programm, dass sich zunächst einmal weniger an die breite Öffentlichkeit richtet, denn an die vielen Aktiven, die nun schon lange nicht mehr hier im Haus waren. Von dort aus werden wir Schritt für Schritt erproben, ob und wie es weitergehen kann.

Das ist unbefriedigend für alle die, die schon längst einmal neu ins Haus kommen und Dinge tun wollten, vor allem nach den langen Wochen der Isolation. Eine bessere Alternative fällt uns aber derzeit nicht ein.

“Wie gut kennst du deine Stadt?” – Lab-Workshop im Rahmen des Festivals contre le racisme

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Online-Lab-Workshop gegen Rassismus und Kolonialismus

Die Black-Lives-Matter-Proteste haben auch unsere Wahrnehmung von Rassismus im Alltag geschärft. Immer wieder fallen uns jetzt rassistische
Bezeichnungen oder koloniale Überreste auf. Wir wollen uns in unserem Online-Workshop am 19. Juli von 14-17.30 Uhr damit beschäftigen, wo sich Kolonialgeschichte, Rassismus oder Militarismus in unserer Ulmer Umgebung, etwa in Straßennamen oder Denkmälern findet. Außerdem geht es darum, diese auch für andere sichtbar zu machen und Hintergründe zu erklären.

Finde rassistische und militaristische Straßennamen in Ulm mit open source

Dazu haben wir großartige Werkzeuge: Software, Daten und freies Wissen
im Internet!  Wir schauen uns online an, wo wir ein komplettes Straßenverzeichnis finden, wie man das verarbeiten und
durch weitere Informationen ergänzen kann. Am Ende des Workshops soll ein Stadtplan auf Basis von OpenStreetMap-Daten stehen, auf dem die Geschichte von Ulmer Straßennamen sichtbar wird: Welche sind problematisch, welche sind wirkliche Vorbilder? Dazu verwenden wir vor allem freie Online-Tools.

In Zusammenarbeit mit dem Festival contre le racisme

Wir freuen uns euch unseren Lab-Workshop im Rahmen des Ulmer Festivals contre le racisme anbieten zu können. Der Workshop ist kostenlos und für alle Interessierten ab 14 Jahren. Seit ihr jünger und möchtet unbedingt mit am Start sein? Da wir auch die (Kolonial-)Geschichte einzelner Straßen oder Denkmäler im Internet recherchieren, sollten insbesondere jüngere Teilnehmende mit ihren Eltern vorab besprechen, ob sie sich das zutrauen oder vielleicht Unterstützung bei der Recherche benötigen.

Voraussetzungen:

Um mitzumachen braucht ihr einen Computer und Internet. Außerdem wäre ein Headset super. Tablet oder Smartphone reichen leider nicht aus, weil wir wirklich mit Daten arbeiten und auch ein bisschen programmieren wollen. Keine Sorge: Programmier-Vorkenntnisse braucht ihr keine, nur mit eurem Computer solltet ihr umgehen können.

Anmeldung:

Du bist am dabei? Cool! Schreib einfach eine Mail ans Jugend hackt Lab mit deinem Namen, danach bekommts du von uns einen Einladungslink in den virtuellen Seminarraum in BigBlueButton.

Kostenloser Lab-Workshop, für alle ab 14. Jahren: Sonntag, 19. Juli 2020, um 14.00 bis 17.30

 

Online-Lab-Workshop: “Escape My Game” mit Creative Gaming

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Escape my Game

Eine Gruppe, ein enger Raum … In Escape Games versucht man durch gemeinsames Lösen spannender Rätsel einen Ausgang zu finden. So einen Raum selbst zu entwickeln kann herausfordernd sein, schließlich sind eine Menge Material und Objekte für den Aufbau notwendig. Aber nicht im Digitalen!

In der virtuellen Welt von RecRoom sind schnell Wände hochgezogen, Fackeln gesetzt und Puzzle gebaut. Wir schauen uns kleine Beispiele an, beschäftigen uns mit Storytelling, 3D-Zeichnen sowie Gamedesign und lassen mit einem Minimum an Programmieren geheime Labore, dunkle Schlosskeller, alte Ruinen, untergehende Schiffe, kurz: all eure Vorstellungen, lebendig werden!

Auch das Spielen soll nicht zu kurz kommen: Die fertigen Räume probieren wir in Teams direkt aus. Anschließend können sie für euch, eure Freunde und alle anderen veröffentlicht werden.

Der Lab-Workshop findet online am Samstag, 30. Mai 2020, von 12-16 Uhr statt – wie immer kostenlos und offen für alle. Um für alle gute Betreuung und ein tolles Workshop-Erlebnis zu ermöglichen, sind die Teilnahme-Plätze begrenzt. Daher wird um eine vorherige Anmeldung per Mail gebeten (kurz euren Namen mitteilen reicht voll aus :)).

Voraussetzungen:

  • Internet,  PC (mit oder ohne VR-Brille, Maus, Systemanforderungen beachten: min. GTX970 & 8GB Ram!
  • Alternativ: iPhone/iPad, Oculus oder Playstation 4
  • Installiertes RecRoom
  • Headset
  • Keine inhaltlichen Vorkenntnisse notwendig, aber Umgang mit Maus+WASD (am PC) bzw. Gamepad (bei PS4) ist von Vorteil. 
Weitere Infos bekommt ihr nach der Anmeldung.

 

Workshop Leitung:

Matthias Löwe, Interaktions-Designer aus Berlin

Jennifer Jason, Gamdesignerin und Animatorin aus Berlin